sounds, visions and exhibitions

Das rock'n'popmuseum ist kein Ort, der allein Devotionalien präsentiert. Im Zentrum steht die Musik. Die Ausstellung verknüpft Erlebnis mit Information, sinnliche Erfahrung und Interaktion.

Die Dauerausstellung umfasst eine Zeitreise von 100 Jahren Popularmusik. 
Die Entwicklung des Sounds – von der Wachswalze bis zur digitalen Klangkunst – wird hör- und fühlbar gemacht.

Wir haben bis zum Sommer 2018 wegen Umbauarbeiten geschlossen!
13 Jahre laufender Betrieb haben optisch und akustisch ihre Spuren hinterlassen, da waren sich letztlich Besucher und Museum einig. 
Die Maßnahmen zur Neugestaltung widmen sich sowohl den technischen und räumlichen Aspekten, als auch den wissenschaftlichen Inhalten der Ausstellung.
Auch Udo Lindenberg lässt hierzu von sich hören. Der wohl bekannteste Gronauer gibt mit seiner kleinen Sneak Preview einen Ausblick zu den Themen, die die Gäste zur Wiedereröffnung im nächsten Jahr erwarten. 

Clubkonzerte on Tour 2017 / 2018

Obwohl unser Museum ab dem 13.11.2017, bis zum Sommer 2018, geschlossen ist, geht unsere Clubkonzerte-Reihe weiter!
Unter dem Motto „Clubkonzerte on Tour“ greifen wir auf ungewöhnliche Orte in Gronau und Epe zurück.

MEHR

Bereit für den großen Umbau!

Ab dem 13.11. ist unser Museum, bis zum Sommer 2018, wegen der Umbaumaßnahmen geschlossen. Das Museumsteam ist gut gerüstet und wir werden Euch hier zukünftig über den weiteren Verlauf der Bauarbeiten informieren!

360 Grad-Ansicht Des Inselparks

Zeitzeugen und Gegenstände der 70er Jahre gesucht

Private Schätze und persönliche Geschichten in einer Wanderausstellung
 
Unter dem Titel „Die 70er Jahre in Westfalen – Demos, Discos, Denkanstöße“ plant das rock’n’popmuseum Gronau in Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen eine gemeinsame Wanderausstellung mit Bildern aus der Fotosammlung Christoph Preker. Um die damalige Zeit auch emotional zu erfassen sind nun Menschen, ihre Geschichten und Gegenstände der 70er Jahre gesucht.
 
Es ist das Jahrzehnt der neuen sozialen Bewegungen wie der Frauenbewegung, der soziokulturellen Zentren, der Open-Air-Konzerte. Umwelt- und Friedensbewegung machten durch Großdemonstrationen von sich reden. Alternative Zeitungen und Magazine boomten. Die Überwindung verkrusteter Strukturen fand nicht nur in Metropolen statt. Kinderläden, Jugendzentren, die Gleichberechtigung unterschiedlicher Lebensstile und anderes mehr sind heute ein unauffälliger Bestandteil unseres Lebensalltags, mussten damals allerdings noch Schritt für Schritt der Mehrheitsgesellschaft abgerungen werden. Die Demokratisierung der Gesellschaft nahm in den 1970er Jahren ihren Lauf. Willy Brandt hatte in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Hier einige Schlagworte aus dieser Zeit: Ausbau der Hochschulen, BaföG, Reform des § 218, Radikalenerlass und Berufsverbote, Einführung von Gesamtschulen, „Terroristenjagd“ und „Deutscher Herbst“, RAF und „Institutionen-Feindlichkeit“, „Grenzen des Wachstums“ und Ölkrise. Die bundesdeutsche Gesellschaft und auch Westfalen-Lippe ist politisiert wie nie zuvor und befindet sich im Umbruch. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte verzwanzigfachte sich, Deutschland ist de facto ein Einwanderungsland geworden. PKWs, elektrische Haushaltsgeräte sowie Kommunikations- und Unterhaltungselektronik nehmen flächendeckend zu. Die Innenstädte werden immer mehr zu modernen Verwaltungsstandorten; bezahlbarer Wohnraum wird rar; es kommt zu Hausbesetzungen und Bürgerinitiativen. Ebenso sind die 1970er Jahre für Ihre schrille Mode bekannt - Schlaghosen, Plateausohlen, Batik und Blümchen-T-Shirts. Die Jugend verbrachte ihre Abende und Nächte im eigenen Partykeller oder im Saturday-Night-Fever in den Discotheken.
 
Christoph Preker (1945-1996) war ein leidenschaftlicher Fotograf aus Münster, der bis zum Schluss unbeeindruckt von der bunten Bilderwelt der Hochglanzmagazine am Schwarz-Weiß-Film festhielt. Viele Jahre galt er als Münsters bekanntester Theaterfotograf, fotografierte bei Proben und Premieren. Zwischen 1970 und 1996 dokumentierte er mit seiner Kamera nicht nur das akademische Leben in Münster zwischen Demos, Hausbesetzungen oder Rektorwahl, sondern sein Interesse galt daneben auch der Musik und dem Alltagsleben, nicht nur in Münster.
 
Zeitzeugen, die Auskunft über die erwähnten Themen geben können und vielleicht auch Original-Exponate als Leihgabe von Privat zur Verfügung stellen mögen, sollten sich schnellstmöglich bei den Ausstellungskuratoren melden. Interessante Exponate für die Ausstellung wären beispielsweise ein orangefarbenes Wählscheibentelefon oder auch Prilblumen-Motive.

Ansprechpartner sind
Dr. Thomas Mania, rock’n’popmuseum Gronau,
Tel. 02562/8148-13 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und
Frau Verena Burhenne, M.A., LWL-Museumsamt für Westfalen,
Tel. 0251/591-4753 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bildnachweis:
Disc Jockey: Ziemlich schräg wirken Mode und Frisuren der 70er Jahre aus heutiger Sicht. In der Disco lief durchaus auch schon `mal deutscher Schlager / Foto : Christoph Preker