Sonderausstellung

We're Only in it for the Money

28.10.2016 bis 02.04.2017

We’re only in it for the money begibt sich auf eine spannende Reise hinter die Kulissen einer vielschichtigen und global agierenden Musikwirtschaft, blickt hinter das Geschehen auf der Bühne, hinter die Produktion eines Albums, hinter die Präsentation von Musik in den Medien. Denn das Geflecht ganz unterschiedlicher Protagonisten aus Produzenten und Verwertern, aus rechtlichen Grundlagen und Verträgen ist für Laien oftmals undurchsichtig.

Seit Jahrhunderten ist Musik ein zentrales Kulturgut, aber auch ein wichtiges Wirtschaftsgut. Musik ist für viele Konsumenten Mittel zur Unterhaltung und Entspannung, ein Sammlerobjekt und vor allem für junge Menschen immer auch identitätsbildend. Und gleichzeitig leben von der Musik zahlreiche Autoren und Künstler, Labels und Verlage, Veranstalter und Medien, Musikalienhändler und Tonstudios.

Anhand von sechs thematisch geordneten Bereichen (Live, Tonträger, Medien, Digitalisierung, Produktion und Verträge) zeigt die Ausstellung die immense Vielfalt der Musikwirtschaft, präsentiert wichtige Entwicklungslinien aber auch dramatische Brüche und spannt sich dabei über fast 150 Jahre Musikwirtschaftsgeschichte.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt zwar auf der deutschen Musikwirtschaft, doch wird immer wieder ein Blick über die Grenzen geworfen und auch internationale Phänomene gezeigt.

Sonderausstellung

ON STAGE

23.03. bis 18.06.2017

Magie der Bühne / Fotografien von internationalen Rockstars

Es ist die Magie der Bühne, die Besucher der Wanderausstellung „On Stage“ ab dem 23. März erforschen können. Aus einem Fundus von über 300 Fotografien hat das rock’n’popmuseum die schönsten Motive zusammengestellt und präsentiert atemberaubende Konzertaufnahmen. Die Bilder stammen von dem Fotografen Clemens Mitscher, Lehrer für Fotografie an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach und seinen Studierenden.

Tanzende Lichter, Blitze zucken durch die Dunkelheit und ein Sänger sprintet über die Bühne – kaum ist er mit der Linse einzufangen. Die Idee, einen Fotokurs zum Thema Konzertfotografie anzubieten, kam 2010. Jeder, der schon einmal in einer wogenden Menge fotografiert hat, kann sich den immensen Lerneffekt für angehende Fotografen vorstellen: Es verlangt absolutes Know How, im Halbdunkeln bei ständig wechselnden Lichtverhältnissen gute Bilder zu produzieren.
Der Auslöser von Mitschers Studierenden ist jedenfalls nicht eingefroren. Auf diversen internationalen Festivals und Konzerten sind emotionsgeladene Fotos entstanden, die den Blick des Betrachters in ihren Bann ziehen.

Doch es geht nicht ausschließlich um die Musikerinnen und Musiker im Fokus, auch um das Lebensgefühl der Menschen auf Konzerten. Neben den ekstatischen oder lethargisch versunkenen Stars zeigen Bilder vom Zeltplatz, trinkende Menschen in Badelatschen auf Campingstühlen mit Raviolidosen vor sich; ein nackter Typ bäuchlings auf der Wiese, feiernde Fans.
Martin Liebscher, Professor für Fotografie an der HfG, beschreibt die Rockfotografie als „dirty little bastard zwischen Heldenverehrung, Paparazzi-Fotografie und künstlerischem Ausdruck“ mit Fotos aus einer „Gegenwelt des Alltäglichen“. In diese Gegenwelt können Besucher bis zum 18. Juni 2017 eintauchen, schwelgen und sich vielleicht auch ein Stück selbst finden.

Fotos: Kadavar 2014, © Martin Kreitl (oben) / St. Vincent 2014, © Martin Kreitl (unten)

Dauerausstellung

Erlebe 100 Jahre Popularmusik mit allen Sinnen im rock'n'popmuseum. Wandel auf den mal leisen und mal lauten Spuren der Musik – vom ersten Millionenseller „Gebet der Jungfrau" bis hin zum Rap von Eminem.

Multimedial zeigt die Dauerausstellung Klänge, Songs, Fotos, Videos und Exponate von 1877 bis heute. Sounds füllen den Ausstellungsraum und dennoch herrscht kein Chaos: technisch ausgefeilte Multimedia-Präsentationen lassen Klangkorridore und -duschen entstehen.

Angefangen bei der Kammermusik des auslaufenden 19. Jahrhunderts wird die Kulturgeschichte der Musik dargestellt. Dabei lachen die Stars von Fotos und Videos, Informationen zu einzelnen Genre, Musikern und gesellschaftlichen Ereignissen verbergen sich hinter Schubladen und Touch-Screens. Original -Exponate von großen Musikern der deutschen und internationalen Popmusik reihen sich darin ein: das Hemd von Jimi Hendrix, die Gitarre von Pete Townshend oder die Handschuhe von Marlene Dietrich.

Was wäre Musik ohne Gefühl? Lass' dich ein auf Klangerlebnisse und tauche ab in die vielfältige Welt der Musik. Probiere dich am E-Piano und der E-Gitarre, lass' dich in der Tranceglocke vom Rhythmus des Herzschlags mitreißen und begib' dich bei der Auditiven Zeitreise in eine musikalische Zeitmaschine.

CAN-Tonstudio

„... Ein abgewetzter Holzfußboden, bequeme Sofas, gedämpftes Licht unter hohen Decken: ein Raum ohne Zeit, ein Raum um zusammenzukommen, um Musik zu machen. Weil es schön ist. ..."
Hans Nieswandt, DJ und Mitglied von Whirlpool Productions.

CAN-TonstudioOriginalgetreu wurde das CAN-Studio im ehemaligen Kinosaal in Weilerswist ab- und im rock'n'popmuseum in Gronau wieder aufgebaut. Seit 2007 hat das Studio der legendären Band dort sein festes Domizil gefunden.

Wer nicht selbst als Musiker schon einmal Studioluft geschnuppert hat, der kann im CAN-Studio einen Blick hinter die Kulissen werfen – hinter die Kulissen eines ganz besonderen Aufnahmestudios, das für die Kölner Band CAN nicht nur Probe- und Aufnahmeraum, sondern fast wie ein Wohnzimmer war.

Die typische Trennung des Regieraums zu den Musikern ist nicht vorhanden. Und so entstand die für CANs Musik so prägende direkte Kommunikation zwischen Musikern und Technikern. Nicht nur das „custom-made" 56-Kanal Mischpult von Michael Zähl, die Hammondorgel und unzählige Instrumente aus aller Welt vermitteln die Arbeit im Studio. Die Sofaecke, Zeitschriften, Wanddekorationen und Reliquien der späten 1970er erzählen von den Geschichten der Band und lassen den Spirit im rock'n'popmuseum weiterleben.

Das Tonstudio kann von Bands, Chören und Musikern aller Art für Aufnahmen angemietet werden. Nähere Infos dazu erhalten Sie per eMail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.